Glück in der Jackentasche

1. Januar 2020

Vor einiger Zeit lag bei einem Brief von Freunden ein kleines Tütchen voller Erbsen. Daran hing ein Zettel mit folgendem Text:
„Zählerstand
Was tun gegen den Frust, der sich ansammelt im Leben?
Wie wäre es mit Erbsen zählen?
Morgens eine Hand voll Erbsen in die linke Jackentasche geben und immer, wenn uns etwas Gutes begegnet, auch etwas, woran wir uns schon lange gewöhnt haben, sofort eine Erbse von der linken in die rechte Tasche legen. Abends die Erbsen zählen. Manchmal reichen die Erbsen nicht aus für alles Gute.“

Es liegt an uns selbst, was wir in der Jackentasche sammeln: Frust, der noch nach Tagen im Kittel hängt, schwer auf uns lastet und uns den Blick trübt. Oder Erbsen, die wir am Abend zählen können, und so Dankbarkeit spüren, die uns stärkt, die Freude weckt und uns glücklich macht. Wir erfahren täglich: Das Leben ist ein Geschenk! It’s great to be alive!
Viktor Frankl, der Begründer der sinnzentrierten Psychotherapie, ermutigt jeden einzelnen Menschen sein „Selbstgestaltungspotential“ zu nutzen und frei zu entscheiden, wer er ist und was er aus seinem Leben macht. Unsere Freiheit nutzen und entscheiden kann uns zu einer „guten Gewohnheiten“ werden, die wir pflegen sollten. Aus Gewohnheiten entwickeln sich Haltungen, die Halt geben und uns bewusst machen, wer wir sind: frustrierte oder dankbare Menschen. Wir entscheiden selbst, ob wir leben oder gelebt werden. So fühlen wir uns dann auch!

Wollen Sie nicht gleich heute damit beginnen, Erbsen zu zählen?